Ausstellung "unvereinbar gemeinsam"

Finissage "unvereinbar gemeinsam"

Sunday, 28. June 2026
15:00 bis 17:00 Uhr

Finissage der Ausstellung «unverbeinbar gemeinsam» in Anwesenheit der drei Kunstschaffenden Susanne Keller, Linus Weber und Selina Zürrer.

Die Gruppenausstellung im Trudelhaus vereint unter dem Titel «unvereinbar gemeinsam» drei künstlerische Positionen. Susanne Keller, Linus Weber und Selina Zürrer präsentieren Werke, die verschwommene Realitäten, gesellschaftliche Rollenbilder und hybride Welten zwischen Analog und Digital beleuchten. Obwohl die Bildwelten der drei Kunstschaffenden sehr unterschiedlich sind, eint sie der Einblick in die singulären Kosmen des Seins und deren Wahrnehmung.

Linus Weber (*1995, lebt und arbeitet in Basel) untersucht in seinem Schaffen Überschneidungen zwischen analogen und digitalen Medien. Dazu fertigt er Ölmalerei und Zeichnungen an und unterlegt diese mit Filmausschnitten und 3D Animationen. Es entstehen hybride Bilder, in denen „das Digitale“ und „das Analoge“ sich kontrastieren, irritieren und ergänzen.
Das Eintauchen in seine Bilder regt zum Nachdenken über manipulierte Sichtweisen auf die Welt und ihre erfundenen Bilder an. Was trägt der digitale Raum zu unseren kollektiven Erinnerungen bei und inwiefern verändert er sie?

Einen besonderen Raum gestaltet auch die Künstlerin Susanne Keller (*1980 in Zürich, lebt und arbeitet in Zürich). Auf einem Podest ruht ein muschelähnliches fragiles Objekt, das aus zahlreichen symbolhaften Einzelteilen besteht. In jedem Detail scheint ein Stück Welt zu stecken oder eine verschlüsselte Botschaft, die es zu entdecken gilt. Diverse Materialien und die Beschaffenheit der reichhaltigen Details sowie Textfragmente machen den Reiz dieser poetischen Arbeit aus.

Einen anderen Blick auf den Alltag wirft die Künstlerin Selina Zürrer (*1992, lebt und arbeitet in Zürich). Seit 2020 fotografiert sie verwaiste Socken, die sie auf dem Boden findet. Auslöser für die Arbeit war ein Sturm in Genua, der aufgehängte Wäsche in die engen Gassen wehte. Seither sammelt die Künstlerin diese Einzelgänger und dokumentiert sie fotografisch.
Die gefundenen Socken erscheinen als kleine Spuren eines alltäglichen Verlusts. Jede von ihnen verweist auf eine unbekannte Geschichte und lädt dazu ein, sich die Umstände ihres Weges vorzustellen. Nebst den Fotografien nimmt sie in einer Videoarbeit Werbedauersendungen aufs Korn und zieht Wäscheleinen sowie sorgfältig gearbeitete Vorhänge durchs Trudelhaus.

Die Ausstellung wird kuratiert von Cornelia Ackermann und Jeannette Polin.
Eintritt:
Eintritt frei.