Podiumsgespräch mit Dr. Marc Walter, Philipp Theisohn und Svealena Kutschke

Podiumsgespräch mit Dr. Marc Walter, Philipp Theisohn und Svealena Kutschke

Dienstag, 5. Mai 2026
19:00 bis 20:45 Uhr

Literatur aus der Psychiatrie 3

Wir laden Sie ein zu einer Führung durch den Notfall der Psychatrie Königsfelden und einer anschliessenden Podiumsdiskussion zu “Literatur in der Psychiatrie” mit dem Klinikleiter Prof. Dr. med. Marc Walter, dem Literaturwissenschaftler Prof. Philipp Theisohn und der Schriftstellerin Svealena Kutschke. Im Gespräch mit Salomé Meier diskutieren sie die Geschichte der Psychiatrie als Raum und Institution, ihre literarisch Repräsentation und gesellschaftliche Rolle.

Moderation und Kuration: Dr. Salomé Meier.

Das Podiumsgespräch findet im Rahmen unseres Schwerpunkts Literatur aus der Psychiatrie statt.

Die ReiheLiteratur aus der Psychiatrieversteht den Psychiatrie-Roman nicht nur als Motivgeschichte des Wahnsinns, sondern als Auseinandersetzung mit Klinik als Ort und Institution. Sie behandelt heute Erfahrungen zwischen Selbstbeschreibung und Fremdzuschreibung, die nach neuen Ausdrucksformen verlangen.

Um 19 Uhr findet eine geführte Besichtigung des Notfalls und der Krisenintervention in der Klinik Königsfelden statt.

Um 19:45 Uhr, gleich anschliessend, beginnt die Podiumsdiskussion. Ein Besuch nur der Podiumsdiskussion ist möglich.

Mitwirkende und Zusatzinformationen:

Marc Walter studierte von 1992 bis 1999 an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Humboldt-Universität in Berlin Medizin. Nach der Promotion 2000 war er an der Charité Universitätsmedizin Berlin und an der Harvard Medical School in Boston wissenschaftlich tätig. Seit 2016 ist er Titularprofessor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Basel. Von 2014 bis 2021 war er als Chefarzt und stellvertretender Direktor an der Klinik für Erwachsene der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) in Basel tätig. Seit 2022 leitet er die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG).

Philipp Theisohn, geboren 1974 in Bad Dürkheim, ist Professor fürNeuere deutsche Literaturwissenschaft an der univertäut Zürich und Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart an der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur der Schweiz, Literaturkritik, Literarisches Eigentum / Das Plagiat als literarhistorisches Phänomen, Science Fiction und Futurologie, Realismus, Franz Kafka, Frühneuzeitliche Wissenspoetik.

Er ist Mitherausgeber des Digitalen Almanachs für Schweizer Gegenwartsliteratur und Diskurskritik der Universität Zürich.

Svealena Kutschke studierte Kulturwissenschaften und lebt als Autorin in Berlin. Für ihre literarischen Arbeiten und bisher drei veröffentlichten Romane erhielt sie verschiedene Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, das Berliner Senatsstipendium und den Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreises 2019. Ihr Stückzu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwundenzählt zu den Gewinnertexten der Autorentheatertage 2019 und wurde am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. 2022 erhielt sie den Hebbel-Preis der Friedrich-Hebbel-Stiftung in Kiel.
Eintritt:
CHF 18